Ratgeber · Planung
Meistens wird diese Frage gestellt, weil ein Termin im Kalender steht. Dann ist die Antwort keine Neugier, sondern eine Bedingung.
Vier bis acht Wochen sind der übliche Rahmen, kompakte Projekte schaffen es in vier bis sechs, umfangreiche brauchen bis zu zwölf. Der Dreh selbst macht davon nur ein bis drei Tage aus. Die Zeit geht für Konzept, Abstimmung und Postproduktion drauf.
Die Postproduktion mit zwei bis vier Wochen, und danach die Freigaben auf Kundenseite. Der zweite Posten taucht in keinem Angebot auf und ist trotzdem regelmäßig der größere. Ein Film, der auf die Rückmeldung von vier Personen wartet, steht so lange still, wie die langsamste braucht.
Etwa drei Wochen, wenn alles zusammenspielt: kurzes Konzept, ein Drehtag, eine einzige Feedbackrunde mit einer entscheidungsbefugten Person. Unter drei Wochen wird es nur, wenn auf Konzeptarbeit verzichtet und mit vorhandenem Material gearbeitet wird.
Unklare Zuständigkeit für die Freigabe. Wenn nicht vorher feststeht, wer den Film abnimmt und wessen Meinung nicht zählt, sammeln sich widersprüchliche Änderungswünsche, die sich gegenseitig aufheben. Das kostet mehr Zeit als jeder Drehtag.
Ja, und bei harten Terminen wie Messen oder Jubiläen sollte man das tun. Üblich ist ein Liefertermin für die erste Schnittfassung plus eine feste Frist für die Rückmeldung. Ohne die zweite Hälfte nützt die erste wenig.
Wer mehrere Produktionsfirmen nach der Dauer fragt, bekommt erstaunlich ähnliche Angaben. Die meisten nennen vier bis acht Wochen von der Anfrage bis zum fertigen Film. Kompakte Projekte werden mit vier bis sechs Wochen angesetzt, umfangreichere mit bis zu zwölf.
Aufgeschlüsselt sieht das typischerweise so aus:
Erste Reaktion auf die Anfrage: ein bis drei Werktage bis zu einer groben Kalkulation. Das ist der Teil, den Kunden unterschätzen, weil er so kurz ist, und der Teil, den Produktionsfirmen am zuverlässigsten einhalten.
Konzeption: wenige Tage bis mehrere Wochen. Die Spanne ist deshalb so breit, weil sie fast vollständig davon abhängt, wie schnell der Kunde weiß, was er will. Ein Betrieb, der eine klare Vorstellung hat, ist in drei Tagen durch. Einer, der intern erst noch klären muss, ob der Film für Kunden, für Bewerber oder für beide ist, braucht drei Wochen, und zwar unabhängig davon, wie gut die Produktionsfirma arbeitet.
Dreh: ein bis drei Tage. Das ist der sichtbarste und der kürzeste Teil des Projekts. Wie so ein Tag abläuft und was er für den laufenden Betrieb bedeutet, steht im Artikel Drehtag im Betrieb.
Postproduktion: zwei bis vier Wochen. Schnitt, Vertonung, Farbkorrektur, Untertitel, Formatvarianten. Hier liegt die größte einzelne Zeitspanne des ganzen Projekts.
Rechnet man die oberen Werte zusammen, kommt man auf gut sieben Wochen. Warum dauern Projekte in der Praxis trotzdem regelmäßig länger?
Weil zwischen den genannten Phasen etwas liegt, das in keiner Kalkulation auftaucht: die Freigaben auf Kundenseite. Und das ist kein Vorwurf. Es ist bloß der Teil, den die Produktionsfirma nicht steuern kann und deshalb auch nicht einplant.
Der Ablauf ist fast immer derselbe. Der Rohschnitt geht raus. Die Ansprechpartnerin im Marketing schaut ihn sich an und leitet ihn an den Geschäftsführer weiter. Der ist zwei Tage auf einer Messe. Er schaut ihn sich am Wochenende an und leitet ihn an den Vertriebsleiter weiter, weil der ja auch etwas dazu sagen sollte. Der Vertriebsleiter findet, das Produkt komme zu kurz. Das Marketing findet, das Produkt komme früh genug. Aus einer Feedbackrunde werden zwei, und aus zwei Tagen werden zehn.
Diese zehn Tage stehen nirgends, und sie sind der Grund, warum aus sieben Wochen neun werden.
Es gibt drei Eingriffe auf Kundenseite, die mehr Zeit sparen als jede Beschleunigung in der Produktion.
Der wichtigste: Legen Sie vor Projektbeginn fest, wer den Film abnimmt. Nicht, wer ihn sehen darf, das dürfen ruhig alle, sondern wessen Meinung am Ende zählt. Das klingt unhöflich und ist das Gegenteil davon. Es schützt alle Beteiligten vor der Runde, in der jeder etwas sagen muss, weil er gefragt wurde.
Der zweite betrifft die Form des Feedbacks. Nicht drei Mails über vier Tage, sondern eine Liste mit Zeitcodes. "Bei 0:34 fehlt der Firmenname", "bei 1:12 ist die Musik zu laut". So etwas arbeitet eine Produktionsfirma in einem Durchgang ab. Bei verstreuten Zurufen entsteht dagegen ein Hin und Her, in dem jede Korrektur die nächste Runde auslöst.
Und der dritte wird fast immer vergessen: Wenn ein Liefertermin für den Rohschnitt vereinbart wird, gehört eine Frist für die Rückmeldung dazu. Ohne sie ist der Liefertermin die Hälfte einer Abmachung, die nur eine Seite bindet.
Abseits der Freigaben gibt es ein paar Faktoren, die das Projekt objektiv verlängern, und es lohnt sich, sie vorher zu kennen.
Am teuersten ist die Zahl der Drehorte. Ein Film, der an drei Standorten entsteht, braucht nicht dreimal so lang, aber die Abstimmung vervielfacht sich: drei Ansprechpartner, drei Terminkalender, drei Mal Anreise. Wer einen engen Termin hat, dreht an einem Ort.
Dann das Wetter. Außenaufnahmen im November sind eine Wette. Wer im Januar ein Firmengelände filmen lassen will, plant entweder einen Ausweichtag ein oder akzeptiert, dass es grau aussieht. Animationen verlängern die Postproduktion ebenfalls, und ihre Korrekturen sind teurer, weil jede Änderung neu gerendert werden muss. Wann sich das lohnt und wann nicht, steht im Artikel Motion Design. Ähnlich bei Fremdsprachen: Untertitel sind schnell gemacht, eine Sprecherfassung nicht, weil dafür Termine mit Sprechern nötig sind und jede Textänderung eine neue Aufnahme bedeutet.
Der häufigste Grund für einen zweiten Drehtag ist allerdings keiner davon, und er steht in keiner Kalkulation. Es ist der Mitarbeiter, der am Morgen doch nicht will. Das passiert oft genug, dass es einen eigenen Artikel verdient hat: Niemand will vor die Kamera.
Messe, Jubiläum, Produkteinführung, Eröffnung: In diesen Fällen ist die Frage nach der Dauer keine Neugier, sondern eine Bedingung. Ein Film, der zwei Tage nach der Messe fertig wird, hat seinen Zweck verfehlt.
Das realistische Minimum liegt bei etwa drei Wochen, und es setzt voraus, dass drei Dinge gleichzeitig zutreffen: Das Konzept ist kurz und steht nach einem Gespräch. Es wird an einem Tag gedreht. Es gibt genau eine Feedbackrunde mit genau einer entscheidungsbefugten Person.
Wer weniger Zeit hat, hat noch eine Möglichkeit, und sie wird zu selten genutzt: mit vorhandenem Material arbeiten. Viele Betriebe haben Aufnahmen aus früheren Projekten, Fotos, Produktbilder, Drohnenaufnahmen vom Gelände. Daraus lässt sich in ein bis zwei Wochen etwas Brauchbares schneiden. Es wird kein neuer Imagefilm, aber es wird rechtzeitig fertig, und das ist bei einem Messetermin die relevantere Eigenschaft.
Umgekehrt gilt: Wer den Termin schon ein halbes Jahr kennt, sollte nicht sechs Wochen vorher anfragen. Nicht weil es dann nicht mehr ginge, sondern weil unter Zeitdruck die Sorgfalt leidet, die den Unterschied macht. Ein Dreh mit Puffer erlaubt es, eine Einstellung zu wiederholen, wenn draußen gerade ein Lkw rangiert. Einer ohne Puffer nimmt das Geräusch mit, und schlechter Ton fällt Zuschauern schneller auf als jedes Bilddetail.
Abstrakte Wochenangaben helfen beim Planen wenig. Konkreter wird es, wenn man ein durchschnittliches Projekt Woche für Woche durchgeht. Das Folgende beschreibt einen mittelgroßen Film, ein Drehort, keine Animation, eine Sprache.
Woche 1. Anfrage, Rückruf, ein Gespräch von etwa einer Stunde. Danach ein Angebot. Wenn die Vorstellungen klar sind, ist diese Woche kurz.
Woche 2. Konzept. Die Produktionsfirma schickt eine Struktur: welche Szenen, welche Aussagen, welche Reihenfolge. Der Betrieb liest das und korrigiert. Hier entscheidet sich der Rest des Projekts, denn jede Unklarheit, die diese Woche überlebt, taucht in Woche 7 als Änderungswunsch wieder auf.
Woche 3. Drehvorbereitung. Termin, Ablaufplan, Einwilligungen für die Mitarbeiter, Klärung der Räume. Parallel dazu suchen die Beteiligten im Betrieb nach Unterlagen, Logos und Produktbildern, die in den Film sollen.
Woche 4. Der Drehtag. Ein einzelner Tag, sechs bis acht Stunden, danach fährt das Team wieder.
Woche 5 und 6. Sichtung und Schnitt. In dieser Zeit hört der Betrieb nichts, und das verunsichert regelmäßig. Es ist trotzdem normal: Aus dem Rohmaterial eines Tages eine Struktur zu bauen, ist der arbeitsintensivste Teil.
Woche 7. Rohschnitt geht raus, Feedback kommt zurück. Idealerweise in dieser Woche, siehe oben.
Woche 8. Korrekturen, Tonmischung, Farbkorrektur, Untertitel, Export in die benötigten Formate. Auslieferung.
Acht Wochen also, wenn jede Woche das tut, was sie soll. Die Erfahrung sagt, dass zwei davon irgendwo hängen bleiben, meistens in Woche 2 oder Woche 7.
Für die Praxis ist die umgekehrte Rechnung nützlicher. Wer weiß, wann der Film da sein muss, kann daraus ablesen, wann er anfragen sollte.
Zehn Wochen vorher ist der entspannte Fall. Es bleibt Luft für einen Ausweichtermin beim Dreh, für zwei Feedbackrunden und für den Fall, dass jemand krank wird.
Acht Wochen vorher ist der Normalfall. Geht gut, solange nichts Ungewöhnliches dazwischenkommt.
Sechs Wochen vorher geht auch, kostet aber Spielraum. Der Drehtag liegt dann fest, ein Ausweichtermin ist nicht drin, und das Feedback muss innerhalb von zwei Tagen kommen.
Vier Wochen vorher wird es eng, ist aber machbar, wenn der Betrieb schnell entscheidet und auf Konzeptschleifen verzichtet.
Unter drei Wochen ist die ehrliche Antwort meistens: nicht als neuer Film. Dann bleibt der Weg über vorhandenes Material, oder der Termin wird verschoben.
Ein Detail, das gern übersehen wird: Die Ferienzeiten verschieben diese Rechnung erheblich. Ein Projekt, das über die Sommerferien oder zwischen Weihnachten und Neujahr läuft, verliert leicht zwei Wochen, weil auf beiden Seiten Leute fehlen, die für Freigaben gebraucht werden. Wer im Oktober einen Film für Januar plant, sollte das einkalkulieren.
Alles bisher Gesagte gilt für den einzelnen Film. Bei einer laufenden Zusammenarbeit verschiebt sich die Rechnung deutlich, und das ist der Hauptgrund, warum Betriebe irgendwann darauf umstellen.
Der Grund ist banal: Die zeitraubenden Teile fallen nur beim ersten Mal an. Die Produktionsfirma kennt den Betrieb, weiß, wo gedreht werden kann und wie der Ansprechpartner arbeitet. Das Konzept muss nicht jedes Mal neu erfunden werden. Und vor allem ist bereits Material vorhanden, aus dem sich kurzfristig etwas schneiden lässt.
Aus acht Wochen für den ersten Film werden so ein bis zwei Wochen für jeden weiteren. Der Betrieb, der viermal im Jahr einen Drehtag hat, muss auf einen Messetermin nicht mehr reagieren, weil er ohnehin liefern kann.
Sechs bis acht Wochen, wenn nichts Besonderes passiert. Drei bis vier, wenn es schnell gehen muss und die Entscheidungswege im Betrieb kurz sind. Zehn bis zwölf, wenn mehrere Standorte, Animationen oder mehrere Sprachen im Spiel sind.
Und, das ist der Teil, den die meisten überrascht: Von diesen Wochen liegt der kleinere Teil bei der Produktionsfirma. Der größere liegt bei den Entscheidungen im eigenen Haus. Wer das vorher weiß, kann es steuern. Wer es nicht weiß, wundert sich später über eine Verzögerung, deren Ursache im eigenen Postfach liegt.
Starkefilme kommt einmal pro Quartal für einen Drehtag in deinen Betrieb, egal wo in Deutschland du bist. Aus einem Drehtag entstehen acht bis zehn fertige Videos pro Monat: kurze Formate für Social Media, längere für die Website, Clips, die in Angeboten und Kundengesprächen funktionieren. Schnitt, Untertitel und alle Formatvarianten sind dabei.
499 Euro pro Monat. Keine Vertragslaufzeit, kein Setup-Aufwand.
Unverbindlich kennenlernen →Quellen: Angaben zur Produktionsdauer aus den öffentlichen Ablauf- und FAQ-Darstellungen deutscher Produktionsfirmen, unter anderem sommer-co.com, diefilmagentur.de, fiumu.de und multimediafabrik.com, abgerufen im September 2026. Die dort genannten Phasenlängen, also Kalkulation ein bis drei Werktage, Dreh ein bis drei Tage und Postproduktion zwei bis vier Wochen, stimmen zwischen den Anbietern weitgehend überein.